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Neben den Veteranen Fußball und Handball hat sich nach dem Kriege in Nördlingen ein drittes Mannschaftsspiel im TSV 1861 Nördlingen einen Kreis von aktiven und passiven Anhängern erworben: Der Basketball. Zum ersten Mal wurde Basketball, das in der Welt mit am meisten verbreitete Ballspiel, in Nördlingen wahrscheinlich von den amerikanischen Besatzungssoldaten nach dem Kriege gespielt. Die Amerikaner richteten sich dazu die große Turnhalle und die Reithalle ein, die u.a. auch einen Parkettboden erhielt, der später wieder entfernt wurde. Nach der Aufnahme in den Lehrplan der höheren Schulen wurde Basketball dann auch an der Nördlinger Oberrealschule mit Gymnasium eingeführt. Hier war es besonders Stud. Prof. Hack, der in Basketball einen fairen, zur allgemeinen Körperertüchtigung besonders geeigneten Sport erkannte und ihn deshalb besonders förderte. Turniere zwischen einzelnen Schulklassen und Spiele der Schulmannschaften gegen andere Schulen zeigten bald, dass die Schüler viel Freude an Basketball hatten. So war es nicht verwunderlich, dass die ersten Basketball der TSV 1861 Nördlingen neben Turnern meist Oberschüler waren. Nach eifrigem Training startete am Tag des Scharlachrennens im September 1953 das erste Spiel der TSV Basketballer gegen den SSV Schrobenhausen, wo der Sport Basketball eine Hochburg hat. Die Kameraden des SSV Schrobenhausen und die des TV Augsburg waren es dann auch, die in weiteren Kämpfen den Nördlingern Gelegenheit gaben, Erfahrungen zu sammeln und zu lernen. Bald war es dann auch so weit, dass die TSVler einen zu beachtenden Trainingspartner abgaben. Während zu gleicher Zeit Versuche, Basketball auch in den nordschwäbischen Nachbarstädten Donauwörth, Dillingen und Neuburg populär zu machen, scheiterten, hatten die Basketballer des TSV 1861 Nördlingen trotz vieler Schwierigkeiten dank der Unterstützung durch Oberturnwart Möller und dank ihrer eigenen Zielstrebigkeit bald festen Boden unter den Füßen. Im Jahre 1954/55 nahmen die Nördlinger erstmals als Jugendmannschaft an den Spielen zur Schwäbischen Meisterschaft teil. Zwar konnten sie damals noch keine Lorbeeren ernten; sie lernten jedoch laufend dazu. In der Spielzeit 1955/56, jetzt als Vollmannschaft spielend, zeigten sie bereits, dass mit ihnen zu rechnen ist. Höhepunkte waren damals die wiederholten Spiele eines US-Teams aus Augsburg, das vollendeten Basketball zeigte. Der größte Erfolg der Saison war jedoch, als die Nördlinger am 02.03.1956 - in der Tabelle ziemlich abgeschlagen - in der Besetzung: Balzer, Löffler, Melzer, Mölls, Riedelsheimer undSulzer den damaligen Schwäbischen Meister Post SV Augsburg mit 33:22 schlugen. Eng verbunden mit den Anfängen des Basketballs in Nördlingen ist der Name Wilhelm Eber, der durch seinen Kombi mit die Materielle Voraussetzung für die Teilnahme an den Punktspielen schaffte. Die "Älteren" möchte die Erinnerungen an die romantisch - kalten Fahrten in dem fensterlosen Wagen - auf Kisten sitzend - nicht missen. Der eigentliche Durchbruch zum allgemeinen Spielniveau gelang den Basketballern dann in der Saison 1956/57 schlagartig, als sie nach einer feinen Spielserie den Titel eines Schwäbischen Meisters errangen. In der Meistermannschaft standen die Stammspieler: Burger, Engelhardt, Melzer, Mölls, Riedelsheimer und Sulzer sowie die später hinzukommenden Spieler Eber, Scheuffelhut und Wolff. Für die Leistung wurde den Basketballern als Anerkennung durch den Verein die grüne Leistungsnadel verliehen. Der größte sportliche Erfolg in der jungen Basketballgeschichte Nördlingens gelang dann in den anschließenden Aufstiegsspielen zur Oberliga. Durch drei Heimsiege gegen Post SV München (48:37), TG Würzburg (53:28) und CVJM Erlangen (vor über 500 Zuschauern -!- 65:43) errang der TSV 1861 Nördlingen die Oberligazugehörigkeit. Abschließend darf festgestellt werden, dass auch die Basketballer dazu beigetragen haben, den Verein in den Jahren ihres Bestehens zu dem zu machen, was er ist: eine große gesunde Sportlerfamilie mit gutem Namen im schwäbisch-bayerischen Raum. Sie werden auch in Zukunft bemüht sein, den Verein gut zu vertreten. Otto Riedelsheimer, aus dem Jahre 1960 |